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Wenn die Felskunst des Tassili
n-Ajjer unlösbar mit Henri Lhote verbunden ist, so ist
andererseits die des Tadrart Acacus verbunden mit Fabrizio Mori.
Während Lhote im wesentlichen Felskunst suchte und
dokumentierte, hatte Moris Tätigkeit alle Charakteristika von
archäologischer Forschung. |

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Das
Besucherbuch von Teshuinat mit der Eintragung der
"VIII-ten Mission Mori" aus Dezember 1965
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Das
Besucherbuch von Teshuinat mit der Eintragung
der "VIII-ten Mission Mori" aus Dezember 1965 |
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"Der Beginn der
Forschung geht zurück auf 1955 und zwar im Tadrart Acacus.
Vorher war das Massiv vollständig von der wissenschaftlichen
Forschung ignoriert worden. Mit wenigen Ausnahmen, wie zum
Beispiel den von Paolo Graziosi entdeckten Gravierungen in
Arrikin, Selfufet und Takisset (an der südwestlichen Grenze des
Tadrart), war die in den nach Osten abfallenden Wadis verborgene
Ansammlung von Felskunst und von menschlichen
Hinterlassenschaften vollständig unbekannt… |
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Höhle mit
"Rundkopf "-Malereien bei Afa, südlicher Acacus |
"Rundkopf"
-Malerei bei Uan Afaris. Die fünf Menschen
(oben rechts) gehören wahrscheinlich zur
"frühen Rinderhirten-Zeit". Südlicher Acacus |
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Es ist für
niemanden ein Geheimnis, daß der Acacus mit seinen östlichen
Verzweigungen tatsächlich eines der Gebiete in der Welt ist mit
der reichsten Konzentration von Felskunst, menschlichen
Hinterlassenschaften, Oberflächenfunden und, insbesondere, von
bedeutenden Seeablagerungen.
Die
ersten Forschungen wurden mit Kamelkaravanen und kleinen,
mobilen Lagern durchgeführt, weil das Massiv für Fahrzeuge
keinen Zugang von der
westlichen
Seite erlaubte. In der Höhe von Idinen gibt es die zwei Passagen
von Awis und Aghellashem. Nur durch diese konnten unsere
Karawanen mit großer Schwierigkeit die steile westliche
Plattform erreichen.
Der Tacharchori-Paß ganz im Süden, an der Grenze zwischen Libyen
und Südalgerien, war in diesen Jahren nicht zugänglich. |

"Rundkopf" bei Afa II (Mori). Lokalität
von Ti-n-Bersaula, w. Afa |
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"Rundkopf"-Malerei. Grub I (Mori), Teshuinat |
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Malerei der Rinderzeit bei Uan Amil (Teshuinat) |

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Malerei der Rinderzeit bei Uan Amil (Teshuinat) |

Malerei der Rinderzeit bei Uan Amil (Teshuinat). Die Person
rechts scheint eine durchsichtige Tunika zu tragen |
…Während der sechziger Jahre wurde eine Spur für Fahrzeuge
entdeckt - heute, nach der Ankunft von unzähligen Touristen,
bedaure ich es sehr - entlang der Ostseite mit einem einfachen
Zugang zu dem Massiv in Höhe von Teshuniat (…)
Ein Basislager wurde in Teshuinat errichtet in der Nähe der
Höhlen mit Malereien und der archäologischen Funde von Uan
Muhuggiag und Uan Amil… |
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Malerei der Rinderzeit bei Uan Amil (Teshuinat) |

Malerei der Rinderzeit. Wadi In-Djeran, südlicher Acacus
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Wegen der
beträchtlichen Entfernung von hier zur nächsten Oase (Serdéleès, 150 km)
benutzten wir das Wasser aus den Gueltas des Massivs, solange das
ausreichte. Der völlige Ausfall von Regen nach 1961, mit der einzigen
Ausnahme von 1992, zwang uns während der letzten Mission, unseren Bedarf
jede Woche an dem Brunnen bei Serdélès/el-Auenat zu decken …
In den achtziger Jahren wurde die Forschungstätigkeit, die bis dahin
allein von der Abteilung für geschichtliche, archäologische und
anthropologische Wissenschaften der Kunst-Fakultät an der Universität
"La Sapienzia" von Rom betrieben wurde, erweitert zur "Joint
Italo-Libyan Mission for Prehistoric Research in the Sahara".
Die Zitate in Kursivschrift sind Auszüge aus dem Werk von F. Mori (Mori
2000)
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Wagen im fliegenden Galopp bei Afa |
Die
geographische Nähe von Tadrart Acacus und Tassili-n-Ajjer hat
sicherlich zu einer Homogenität der aufeinander folgenden
Kulturen in diesem Teil der zentralen Sahara beigetragen. Dies
stellt sich klar dar in der Felskunst der beiden Bereiche über
alle Perioden, von den "Rundköpfen" bis zur "Kamel-Periode". |
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Jagdszene mit Mähnenschaf, Pferde-Stil. Teshuinat VI (Mori) |
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